Nach umfangreichen Erweiterungsarbeiten präsentiert sich das Hotel Schloss Mönchstein in völlig neuem Glanz. Prädikat: Spektakulär!

Wie recht Alexander von Humboldt doch hatte, als er in seinen Schriften das »kleine Stück Paradies« über der Stadt lobend erwähnte. Tatsächlich ist das Hotel Schloss Mönchstein eine Institution. Die Geschichte des Schlosses reicht bis in das späte 14. Jahrhundert zurück und wurde damals als »Tetelheimer Turm« erstmals urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert ging es in den Besitz des Klosters St. Peter über, das den Bau den »Herren Professores« zur Erholung von der »schweren Kopfarbeit« zur Verfügung stellte. Heute sind es Genießer aus aller Herren Länder, die hierherkommen, um über den Dächern von Salzburg eine wohltuende Auszeit zu nehmen. Seit 2005 ein Schweizer Unternehmen das Hotel übernommen hat, wird kontinuierlich in die laufende Modernisierung investiert. Der aktuelle Umbau sollte vor allem das altehrwürdige Schloss in Kontrast mit moderner Bauweise setzen. Entsprechend gespannt war man.

Zu Recht. Für die neu entstandene Apollo-Bar mit ihren vierzig Sitzplätzen wurde die etwa 300 Quadratmeter große Terrasse mit einer spektakulären Glas-Stahl-Konstruktion überzogen. Die kuppelförmige Überdachung ließ nicht nur eine neue, mondäne Bar entstehen, in der man jeden Moment, den man in ihr verbringt, den Eindruck hat, draußen zu sein – ein Gefühl, das durch gekonnt eingesetzte Designer-Möbel, einen Artwood-Floor mit Goldpartikeln und zeitgenössische Kunst akzentuiert wird –, man ist auch ganzjährig, von 12 bis 23 Uhr, wettergeschützt. Selbst bei Schnürlregen oder Schnee also lässt sich hier das »Draußensein« genießen. Zum sommerlichen Besuch empfiehlt die Bar-Mannschaft als Special einen spritzigen »Melon Punsch« aus Melone, Aperol und Limette oder einen nicht minder erfrischenden Rosato, für den Hibiskussaft mit Prosecco und Orange verfeinert wird. Natürlich werden neben diesen auch alle Cocktail-Klassiker angeboten.

Ausdrücklich betont Hoteldirektorin Teufel, dass man sich auch über externe Gäste freut. »Wir haben jetzt mehr Möglichkeiten« sagt Hoteldirektorin Samantha Teufel. »Salzburger Gäste und auch unsere Hotelgäste profitieren von dem größeren Platzangebot.« Der Ansturm ist ihr bei dieser gekonnten Mischung aus Prägnanz und Eleganz gewiss.

Im Mittelpunkt des an die Bar anschließenden und damit eine Etage höher als früher gelegenen Restaurants »The Glass Garden« steht ein mundgeblasenes Kunstwerk vom Künstler Dale Chihuly, das vor allem abends, wenn es angeleuchtet wird, ein beeindruckendes Farbenspiel entwickelt. Auch hier regiert zeitlos zurückhaltender Schick. An der Küchenlinie hat sich indessen nichts geändert. Küchenchef Markus Mayr schwingt hier seit nunmehr zehn Jahren äußerst erfolgreich das kulinarische Zepter und hat für seine leichte, kreative österreichische Küche mit internationalem Einschlag und regionalem Charakter bereits zwei Hauben erkocht. Das acht-gängige Degustations-Menu ist ein Erlebnis, es gibt aber auch schmälere 5- oder 3-Gang-Varianten und À-la-carte-Klassiker wie Steak oder Beef Tatar. Da ganztags warm gekocht wird, kann man – besonders bei langen Stücken praktisch – auch vor der Festspielaufführung dinieren.

Im Zuge des Umbaus wurden auch alle Zimmer komplett renoviert. Highlight sind dabei die bodentiefen Fenster, die mehr Licht ins Innere werfen, die Privat-Terrassen und die mit Marmor ausgestatteten Badezimmer. Die 40 passionierten Mitarbeiter des Hotels arbeiten als Gastgeber mit viel Herz und Leidenschaft daran, den Gästen einen perfekten Aufenthalt zu bieten. Auffallend ist dabei, dass die meisten Mitarbeiter bereits langjährig im Unternehmen sind, was sicher dem Umstand geschuldet ist, dass Kontinuität in diesem Bereich, wie in kaum einem anderen, gleichbedeutend mit Qualität ist.

Im Hotel Schloss Mönchstein kann man übrigens auch stan- desamtlich heiraten und danach – je nach Größe und Laune – im Restaurant, dem Schlosspark, im gotischen Salon oder dem »Veranstaltungsraum Mönchstein Saal« feiern – eine Möglichkeit, von der immer mehr Salzburger Gebrauch machen, weil sie wissen: Hier, über den Dächern von Salzburg ist – egal, ob man nun die idyllische Aussicht genießt, der exquisiten Küche zuspricht oder einfach nur Entspannung im hoteleigenen Spa oder dem Outdoor-Pool sucht – für jeden etwas dabei. Letzterer vermittelt einem, weil als Überläufer konstruiert, den Eindruck, als schwimme man in die Stadt hinab. Doch genau das will man eigentlich nicht. Man möchte hierbleiben. Möglichst lange.

Fazit: Das vielleicht bezauberndste Schlosshotel der Welt ist noch ein bisschen bezaubernder geworden.

 

HOTEL SCHLOSS MÖNCHSTEIN
Mönchberg Park 26, Tel. 0662 84 85 55-0, www.monchstein.at

(Visited 27 times, 1 visits today)