Lage, Lage, Lage …?

AUF DEM IMMOBILIENMARKT IST ALLES VERRÜCKT NACH DEN A-LAGEN. EIN FEHLER, MEINT IMMOBILIEN-EXPERTIN MAG. EVA BAMBERGER, DENN DIE WAHREN JUWELEN LIEGEN HEUTE WOANDERS.

Aigen, Leopoldskron und Thumegg – Salzburgs A-Lagen sind beliebter denn je. Aber sie sind auch kaum noch bezahlbar. »Da kostet der Neubau-Quadratmeter um die 8.000 Euro«, weiß Immobilien-Expertin Mag. Eva Bamberger. »Wer kann sich das schon leisten?« Eine berechtigte Frage, denn 800.000 Euro für 100 m2 liegen wohl außerhalb der finanziellen Reichweite der meisten Salzburger. Ein weiterer Nachteil aber ist: Da der Preis schon am Plafond oder knapp davor ist, kann man bei einem Wiederverkauf auch kaum mit einer massiven Wertsteigerung rechnen. Die A-Lage sei daher für all jene, die eine Rendite erzielen wollen, nicht die richtige Wahl. Was also tun? Ganz einfach: »Auch in B- und C-Lagen gibt es Juwelen«, verspricht uns Bamberger am Telefon, und dieses Ver- sprechen wollen wir bei einem konkreten Lokalaugenschein eingelöst sehen.

Wir treffen uns in der Elisabethstraße, einer Adresse also, deren bloße Nennung einen früher erschaudern und »O Gott« denken ließ, aber die Zeiten und auch die Gegenden ändern sich. Heute sei das Gebiet eines mit viel Potenzial, versichert die Immo-Expertin, oder im Fachjargon: »Eine C-Lage, die schon bald zur B-Lage werden wird, weil der ganze Bahnhof neu gestaltet und seine Umgebung deshalb eine massive Aufwertung erfahren wird.«

Aber auch die ganz konkreten Werte lassen sich sehen: Das Objekt, das uns Bamberger zeigt, entpuppt sich als eine wunderschöne Vier-Zimmer-Wohnung in einem Haus mit insgesamt nur 6 Wohneinheiten, erstmals ausgebaut mit unverbaubarem Blick auf Maria Plain. Doch damit nicht genug: Auch den Untersberg und den Gaisberg kann man sehen, je nachdem, in welchem der vier großzügig geschnittenen Zimmern man sich befindet. Die Ausstattung ist erstklassig: Hochwertige Schallschutzfenster, welche mit elektronischen Jalousien ausgestattet sind und eine mit Miele-Geräten ausgerüstete Küche. Ebenso spricht der Sanitär-Bereich von Villeroy & Boch eine deutliche Sprache. Und auch die Infrastruktur könnte kaum besser sein: Die Stadt ist schnell erreichbar. Der Bahnhof ist in Schlagweite, die Autobahn ebenso.

Und wo sonst bekommt man kernsanierte 132 m2 für einen Kaufpreis unter 500.000 Euro?
Da ist man bei einem Quadratmeterpreis, der deutlich unter 4.000 Euro liegt und damit weniger als die Hälfte des Preises in den sogenannten A-Lagen beträgt. Wir sind beeindruckt und haben gelernt: Die Lage ist zwar wichtig, aber man sollte das Potenzial der vermeintlichen B- und auch C-Lagen nicht unterschätzen. Bamberger: »Alles, was jetzt B-Lage ist, wird einmal zur A-Lage. Was C-Lage ist, wird zur B-Lage. Und die A-Lagen? Die stagnieren, was ihre Preisentwicklung anbelangt.« Klingt logisch, oder? Vielleicht sollte man sich angewöhnen, bei der Immobiliensuche ein wenig offener für jene Gegenden zu werden, in denen man wahre Juwelen – wie das begutachtete – aufs erste nicht vermuten würde.

 

BAMBERGER IMMOBILIEN
Nonntaler Hauptstraße 46a, Tel. 0662 42 34 20, www.bamberger-immobilien.at

(Visited 139 times, 1 visits today)