Sie trotzen schlechter Witterung und genießen das schöne Wetter. Immer mehr Menschen geben dem Rad den Vorzug, lassen das Auto stehen und steigen stattdessen in die Pedale, um in die Arbeit zu fahren. Salzburger Zweiradfans im Portrait.

 
Radfahren-Salzburg

Das Lächeln am Morgen

Sportlich ist die Marketing- und PR-Managerin für Salzburger Hotels Stephanie Umland ohnehin. Deshalb liebt sie es auch, jeden Tag etwa fünfzig Minuten im Sattel zu verbringen, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Ihre Radsaison beginnt, wenn nach einem langen Winter der farbenfrohe Frühling die ersten warmen Tage beschert und geht weit hinein in den Spätherbst. Da sie beruflich viel am Computer sitzt und wenig an die frische Luft kommt, sind die Fahrten mit dem Rad eine willkommene Möglichkeit, etwas für die Gesundheit zu tun. »Abgesehen davon, dass Radfahren fordert, das Herz- Kreislauf-System stärkt und die Muskeln kräftigt, ist es auch eine perfekte Vorbereitung für die Bikini-Figur nach einem langen Winter«, sagt Umland mit einem Augenzwinkern. Sie genießt frühmorgens die Fahrt entlang der Salzach, die Natur und die Ruhe, die ihr Entspannung pur garantieren. Besonders bei Sonnenschein, denn dann grüßen sich Gleichgesinnte besonders gern und zaubern ihr ein Lächeln ins Gesicht. »Es hebt die Stimmung, und ich komme morgens gut gelaunt und voller Energie in die Arbeit«, so die Managerin. Und auf dem Heimweg könne man sehr gut runterkommen und anschlie- ßend entspannt den Feierabend genießen.

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Wake up!

Rechtsanwalt Dr. Stephan Kliemstein steigt seit gut zehn Jahren jeden Morgen auf sein Rad und fährt von Bergheim entlang der Salzach zu seiner Kanzlei am Platzl, Anfang der Linzer Gasse – und das bei jeder Witterung. »Außer das Wetter ist ganz extrem und die Straßen vollkommen vereist«, so der Jurist. Er genießt die halbe Stunde in der Früh und am Abend auf der Heimfahrt, da er berufsbedingt ohnehin nicht viel Zeit für sich selbst zur Verfügung hat. Mit dem Aufstieg aufs Rad hat sich aber auch das Parkplatzproblem erledigt, und die Wege zum Gericht oder auch zu älteren Klienten, die nicht mehr in die Kanzlei kommen können, sind dadurch ebenso schnell zurückgelegt. »Das Gute daran ist auch, dass ich in der Früh im Büro keinen Kaffee brauche, weil ich nach dem Radeln hellwach bin und der Kopf komplett frei ist«, so Kliemstein. Auch kennen sich die eingefleischten Radler auf der Strecke schon, und selbst wenn so mancher aufgrund der Witterung mitunter fest vermummt ist, wünscht man sich gegenseitig einen guten Morgen. Besser könnte ein Start in den Trubel des Alltags gar nicht sein!

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Time is on his side

Hotelier und Unternehmer Andreas Gfrerer schuf mit dem ArtHotel Blaue Gans auf den ideellen und architektonischen Grundfesten eines Traditionshauses ein modernes Hotel mit individuell gestalteten Zimmern, ausgezeichnetem Restaurant und einem Ambiente, das jeden Gast verzaubert. Und das genau dort, wo er auch aufgewachsen ist: In der Salzburger Altstadt. Als Kind dieses Viertels ist er es gewohnt, in die Pedale zu treten. »Unser Auto parkte immer außerhalb des Neutors, also gingen wir entweder zu Fuß dorthin oder wir fuhren überhaupt nur mit dem Rad«, so Gfrerer. So radelt er auch heute jeden Tag zum Hotel, samstags bevorzugt über den Grünmarkt, um den Wocheneinkauf für die Familie zu erledigen. Die eine oder andere neue Köstlichkeit bringt er dann auch gleich seinem Küchenchef mit. Am Puls der Zeit und dennoch um persönliche Entschleunigung bemüht, sieht Gfrerer es dann auch als »Privileg, seine Lebenszeit nicht vergeuden zu müssen«, wenn er die Fahrten mit dem Rad genießt, schneller vorankommt und dabei auch noch den einen oder anderen Plausch mit Bekannten und Freunden führen kann, die er auf dem Weg trifft. Stop-and-Go einmal anders!

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Lebensfreude

In ihrer Praxis am Alten Markt praktiziert Energetikerin Ulrike Müller Klopf-Akupressur und LaStone für Mamis, Babies und Kids bei Lernschwierigkeiten, Stress, Ängsten oder Schwierigkeiten in der Schwangerschaft. Außerdem liefert sie mit einem Wellness Concept Store die richtigen Wohlfühlprodukte. Zu ihrem eigenen Wohlbefinden gehört unter anderem die tägliche Fahrt mit dem Rad. Aber Müller bevorzugt den Drahtesel nicht nur, um in die Arbeit zu kommen. »Ich fahre auch zur Schranne, mache sonstige Einkäufe und bringe meine Jüngste in die Krabbelstube. Mit den Kindern gebe es immer etwas auf der Fahrt zu entdecken und zu reden«, so die mehrfache Mutter. Im Auto fühle sie sich zu isoliert, und es dauere auch länger, um von A nach B zu kommen. Natürlich spielt bei ihrer Wahl des Transportmittels auch der Umweltgedanke eine Rolle. So feilt sie oft an Ideen für Aktionen, um Menschen in Salzburg das Radfahren schmackhafter zu machen. Und so bringt es Ulrike Müller dann auch auf den Punkt: »Wenn wir mit dem Rad unterwegs sind, sind wir einfach näher am Leben dran, riechen zum Beispiel den Duft der Linden und die fri- schen Waren des Bäckers«.

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